Zuletzt aktualisiert: 21. August 2026 — Strompreis-Annahme gegen aktuelle BDEW-Zahlen geprüft.
Eine mobile Klimaanlage kühlt schnell — aber wie stark schlägt sie auf der Stromrechnung zu Buche? Wir rechnen es ehrlich durch, mit aktuellem Strompreis und konkreten Zahlen.
Quick Answer: Eine mobile Klimaanlage mit 2,6 kW Kühlleistung (Energieeffizienzklasse A) zieht rund 900-1000 Watt elektrische Leistung. Bei einem Strompreis von 0,35 €/kWh kostet eine Betriebsstunde etwa 0,32 €. Läuft das Gerät 8 Stunden am Tag, sind das rund 2,55 € täglich bzw. etwa 77 € im Monat. Über einen heißen Sommer mit 30 intensiven Tagen liegst du grob bei 75-90 € — vorausgesetzt, das Thermostat drosselt das Gerät zwischendurch, statt es dauerhaft auf Volllast laufen zu lassen.
So rechnest du den Verbrauch selbst aus
Die Formel ist einfach:
Leistungsaufnahme (kW) × Betriebsstunden × Strompreis (€/kWh) = Kosten
Beispiel: 0,95 kW × 8 h × 0,35 €/kWh = 2,66 € pro Tag.
Die entscheidende Zahl ist die Leistungsaufnahme (elektrische Watt), nicht die Kühlleistung (BTU/kW). Beide stehen auf dem Datenblatt. Ein Gerät mit 2,6 kW Kühlleistung und einem EER von etwa 2,7 nimmt rund 0,95 kW elektrisch auf.
Der BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft) beziffert den durchschnittlichen Haushaltsstrompreis in Deutschland mit Stand April 2026 auf rund 37 Cent/kWh in der Grundversorgung — viele Wechseltarife liegen mit rund 25-32 Cent/kWh spürbar darunter. Unsere Rechnung mit 0,35 €/kWh liegt bewusst dazwischen und bildet damit einen realistischen Mittelwert für Haushalte mit gemischtem Vertrag ab.
Kosten nach Gerätegröße
| Kühlleistung | Leistungsaufnahme | Kosten/Stunde | Kosten/Tag (8 h) | Kosten/Monat (30 Tage) |
|---|---|---|---|---|
| 2,0 kW (7000 BTU) | ~0,75 kW | ~0,26 € | ~2,10 € | ~63 € |
| 2,6 kW (9000 BTU) | ~0,95 kW | ~0,33 € | ~2,66 € | ~80 € |
| 3,5 kW (12000 BTU) | ~1,30 kW | ~0,46 € | ~3,64 € | ~109 € |
Berechnet mit 0,35 €/kWh. Die tatsächlichen Kosten liegen meist niedriger, weil das Thermostat den Kompressor nach Erreichen der Wunschtemperatur abschaltet.
5 Tipps, die den Verbrauch spürbar senken
- Fenster abdichten: Ohne Fensterabdichtung zieht warme Luft am Abluftschlauch vorbei nach — das Gerät arbeitet dauerhaft gegen die nachströmende Wärme an. Eine Abdichtung (ab 15 €) senkt den Verbrauch messbar; welches Fensterkit zu deinem Fenstertyp passt, zeigt unser Ratgeber zur Fensterabdichtung.
- Richtig dimensionieren: Ein zu kleines Gerät läuft ständig auf Volllast. Rechne mit rund 130-150 W Kühlleistung pro Quadratmeter — Details im großen Test.
- Thermostat nutzen, nicht Dauerbetrieb: Stelle eine realistische Zieltemperatur (z. B. 24 °C statt 19 °C) ein. Jedes Grad kühler kostet spürbar mehr Strom.
- Nachtmodus verwenden: Er drosselt Kompressor und Ventilator und spart über die Nacht Energie — siehe leise Klimaanlagen.
- Auf EEK A achten: Der Unterschied zwischen Klasse A und C summiert sich über die Saison auf 20-40 €.
- Abluftschlauch nicht unnötig verlängern: Jeder zusätzliche Meter und jede Biegung bremsen den Luftstrom und treiben den Verbrauch nach oben — stell das Gerät lieber näher ans Fenster. Details in unserem Ratgeber zum Abluftschlauch verlängern.
Verbraucht ein Luftkühler weniger?
Ja, deutlich — ein Luftkühler zieht oft nur 65-100 Watt statt 1000 Watt. Aber er kühlt den Raum eben auch kaum. Ob sich das für dich lohnt, klärt unser Ratgeber Klimaanlage ohne Abluftschlauch.
Sparsames A-Gerät mit gutem EER
- Energieeffizienzklasse A, 2,6 kW Kühlleistung.
- "Real Feel"-Automatik senkt die Laufzeit, indem sie Temperatur und Feuchte zusammen regelt.
Fazit
Rechne bei einer mittelgroßen mobilen Klimaanlage mit rund 0,33 € pro Betriebsstunde und 75-90 € über einen heißen Sommer. Wer das Fenster abdichtet, richtig dimensioniert und das Thermostat vernünftig einstellt, drückt diese Kosten deutlich. Ein sparsames A-Gerät amortisiert seinen Aufpreis über die Jahre durch den niedrigeren Verbrauch — passende, bereits effiziente Budget-Modelle findest du in unserem Vergleich günstiger Klimaanlagen, und wie du dabei echte Rabatte von Mondpreisen unterscheidest, erklärt unser Ratgeber zu Klimaanlagen-Angeboten. Eine feste Split-Klimaanlage ist im Betrieb sparsamer, braucht aber eine Fachinstallation — siehe unseren Vergleich mobile Klimaanlage vs. Split-Klimaanlage. Planst du den Einsatz im Wohnwagen, achte zusätzlich auf die Absicherung deines Landstromanschlusses — mehr dazu im Ratgeber Klimaanlage für den Wohnwagen. Läuft das Gerät im Büro tagsüber mit, lohnt sich eine App-Steuerung, um unnötigen Dauerbetrieb zu vermeiden — Details in unserem Ratgeber Klimaanlage fürs Büro. Unterm Dach steigt der Verbrauch durch die zusätzliche Hitzelast oft stärker als gedacht — wie du das ausgleichst, zeigt unser Ratgeber Klimaanlage fürs Dachgeschoss. Läuft das Gerät im Kinderzimmer, zählt neben den Kosten vor allem die Sicherheit — mehr dazu in unserem Ratgeber Klimaanlage fürs Kinderzimmer. Willst du dasselbe Gerät auch in der Übergangszeit zum Heizen nutzen, lohnt sich ein Blick auf den COP-Wert der Wärmepumpe — mehr dazu in unserem Vergleich mobiler Klimaanlagen mit Heizfunktion. Willst du die Stromkosten stattdessen über Solar drücken, zeigt unser Ratgeber zur Klimaanlage mit Solarstrom, warum das nur mit einer ausreichend großen Powerstation als Puffer funktioniert. Neben dem Stromverbrauch fällt bei jedem Betrieb auch Kondenswasser an — wie du es loswirst, ohne ständig einen Tank zu leeren, erklärt unser Ratgeber zum Kondenswasser mobiler Klimaanlagen. Willst du gezielt entfeuchten statt kühlen, verbraucht der Dry-Modus zwar weniger Strom, aber deutlich weniger als ein dedizierter Luftentfeuchter leistet — Details in unserem Ratgeber zum Klimaanlage entfeuchten. Steht das Gerät auf einem ungedämmten Dachboden, ist der Verbrauch oft noch höher als im Dachgeschoss — ob sich hier eher eine Klimaanlage oder eine Dämmung lohnt, zeigt unser Ratgeber Klimaanlage für den Dachboden. Der Stromverbrauch ist dabei nur ein Baustein der Gesamtkosten — wie sich Anschaffung, Installation und Wartung dazu addieren, zeigt unser Ratgeber zu den Gesamtkosten einer Klimaanlage. Läuft das Gerät auch mal, wenn ein Hund allein zu Hause ist, zählt neben dem Verbrauch vor allem die richtige Aufstellung — mehr dazu in unserem Ratgeber Klimaanlage und Hund. Wie stark die Energieeffizienzklasse den Verbrauch konkret beeinflusst, zeigt der Vergleich zwischen Klasse A und Klasse C in unserem Ratgeber Klimaanlage Einhell.